Shuttle SX58J3 mit Flüssigkeitskühlung?
2: Die Hardware
Für die Ausstattung des SX58J3 haben wir uns für folgende Komponenten entschieden, da diese vermutlich häufig eingesetzt werden.
Grundkomponenten System:
| Gehäuse | Shuttle SX58J3 | ca. 550,- € |
| Mainboard | Shuttle FX58V2 (integriert) | --------------- |
| Netzteil |
Shuttle PC63 500Watt (integriert) |
--------------- |
| CPU | Intel Core i7-920 2,66GHz 8MB Cache | ca. 230,- € |
| Ram | 8GB OCZ DDR3-1600 LV (4 Module) | ca. 210,- € |
| Grafik | 1GB Sapphire Radeon HD5770 | ca. 160,- € |
| HDD | 500GB Western Digital S-ATA | ca. 48,- € |
| Gesamtwert | ca. 1200,- € |
Komponenten für die Flüssigkeitskühlung:
| Pumpe | Eheim PCPS 12V mit AGB | ca. 70,- € |
| Radiator | MagiCool Copper Radiator II | ca. 30,- € |
| CPU Kühler | Watercool Heatkiller Rev. 3.0 1366 | ca. 60,- € |
| Chipsatz Kühler | Watercool SB-HK Rev. 3.0 | ca. 40,- € |
| Mosfet Kühler | EK Water Blocks EK-Mosfet GA X38/48 | ca. 23,- € |
| Kühlmittel | Innovatek Protect IP | ca. 10,- € |
| Gesamtwert | ca. 230,- € |
Gesamtpreis aller Komponenten: ca. 1430,- Euro.
Eine Menge Geld für ein jedoch gutes System das allen anfallenden Aufgaben gewachsen ist. Zum Gesamtpreis kommen noch die Kosten für Kleinteile wie Anschlüsse, Schlauch, Lüfter, Wärmeleitpaste, Kabelbinder, Kabeladapter und Zubehör sowie den Versand.
Der Gesamtpreis beläuft sich nun auf etwa 1500,- Euro. Da viele Modder ein solcher Preis jedoch nicht abschreckt um ein Unikat zu bauen, (zu Recht wie wir finden) machen wir uns gleich ans Werk.
Eine Kurze Erklärung zu den verwendeten Komponenten.
Bildquelle: InnovatekDie Frage der zu verwendenden Pumpe hat uns am längsten beschäftigt. In erster Linie war uns hier die Laufruhe wichtig. Da in unserem kleinen System keine sonderlich langen Wege zurückzulegen sind, spielt hier die Förderleistung eher eine untergeordnete Rolle. Auch ein wichtiger Punkt ist die Versorgung über das 12V Netz des Netzteils. So sparen wir uns eine Gehäusedurchführung für den Netzstecker.
Hauptgrund ist jedoch die Größe der Pumpe, da wir in unserem kleinen Gehäuse kaum Platz für ein anderes Modell gehabt hätten. Die Pumpen von Eheim genießen aber sowieso einen ausgezeichneten Ruf und kommen in vielen flüssigkeitsgekühlten Systemen zum Einsatz. Weiter bietet die PCPS Pumpe einen integrierten Ausgleichsbehälter und die Möglichkeit 4 Programme zur Steuerung der Pumpleistung über Jumper abzurufen. In unserem System sitzt die Pumpe zwischen Vorderkante und Netzteil. Hier ist wirklich kein Millimeter mehr Platz. Die Kabel des Netzteils mußten etwas hochgebunden und die Anschlüsse über 45 Grad Winkel realisiert werden.

Als CPU Kühler wählen wir den Watercool Heatkiller Rev. 3.0 für Sockel 1366. Dieser ist durch seine Höhe und Beschaffenheit hervorragend für unser Projekt geeignet. Außerdem ist dieser Kühler in Punkto Leistung sehr gut und sollte unseren Hitzkopf unter Kontrolle halten können. Wir mußten jedoch 4 zusätzliche 5,5mm Löcher in den Halterahmen bohren, da Shuttle hier nicht das Normmaß für Sockel 1366 Kühler verwendet. Der Lochabstand ist in unserem Fall 76x60mm.

Als Kühler für den Chipsatz verwendeten wir ebenfalls einen Kühler aus dem Hause Watercool. Der Watercool SB-HK Rev. 3.0 passt nahezu auf alle Chipsätze da er über variable Lochabstände von 43 bis 79,2mm verfügt und mit einer im Lieferumfang des Kühlers enthaltenen zusätzlichen Halterung somit auch für große Lochabstände geeignet ist. Zudem hat auch dieser Kühler eine hervorragende Kühlleistung.

Zur Kühlung der Spannungswandler verwenden wir den EK-Mosfet GA X38/48 von EK Water Blocks. Dieser passt sowohl vom Design als auch von der Kühlleistung zu den anderen Komponenten. Wir mußten jedoch Aufgrund der Lochabstände des Mainbaords ein zusätzliches Loch in die Grundplatte bohren und ein M3-Gewinde schneiden

Hierbei mußten wir extrem vorsichtig vorgehen da das Loch genau zwischen ein bereits vorhandenes Loch für die Halterung und einer Schraube zur Befestigung des Deckels gebohrt werden mußte.
Bildquelle: MagicoolAls Radiator verwenden wir den Cooper Radiator II - 240mm von Magicool. Dieser ist Aufgrund seiner geringen Höhe von nur 30mm bestens für den Einsatz in unserem "Rechenzwerg" geeignet. Des Weiteren ist dieser Wärmetauscher mit größeren Abständen der Lamellen für den Einsatz langsam drehender Lüfter gemacht und wird uns hoffentlich etwas Ruhe im System verschaffen. Als Lüfter verwenden wir einen 120mm Lüfter von Arctic Cooling mit voller Höhe von 25mm und PWM-Anschluss zur Steuerung über das Mainboard sowie einen 120mm Lüfter von Scythe mit einer Bauhöhe von nur 12mm und 3-pin Molex Anschluss den wir dann per Adapter mit 5 oder 7 Volt betreiben können. Letzterer ist Nötig da der Radiator in der Position des optischen Laufwerks sitzt und hier nur wenig Platz zur Verfügung steht. Später dazu mehr.


