Shuttle SX58J3 mit Flüssigkeitskühlung?

6: Testumgebung

Da wir in unserem System in erster Linie großen Wert auf Minderung der Lautstärke legen, verwenden wir bei der Pumpe den leisesten Modus - Silent II. Diese arbeitet dann mit 50Hz. Die Lüfter drehen mit etwa 800 U/min. Lediglich das Netzteil gibt jetzt im Idle ein geringes Geräusch von sich. Unter Last steigt dann der Geräuschpegel etwas an und man hört die Lüfter. Das Geräusch empfinden wir jedoch als nicht störend und auch nach 2 Stunden Prime95 erhöht sich der Geräuschpegel nur unwesentlich. Hier läuft der 120mm Lüfter von Arctic-Cooling auf ca. 1200 U/min.

Unseren Test haben wir bei geöffnetem Gehäuse gemacht da die Überwachung für RAM-, Mosfet- und Wassertemperatur extern angeschlossen war. Durch ein paar zusätzliche Löcher in der Seitenwand, sind die Temperaturen aber auch nach Aufsetzen des Deckels, nur ca. 2 Grad höher. Besonders im Bereich des Netzteil zahlt sich eine gute Belüftung aus, da der Lüfter des Netzteils jetzt nicht mehr so hoch dreht.    

Als Testprogramme bedienen wir uns am beliebten Prime95, das wir im 2-Stunden-Takt auf unser System loslassen. Im BIOS werden bis auf die Anpassung des BLCK und das Abschalten der VT (Virtualisierungstechnik) für die CPU keine Veränderungen gemacht. 

 

Zum Auslesen der Temperaturen verwenden wir CPUID HW-Monitor und unsere Temperatursensoren in Verbindung mit einer Lüftersteuerung von LianLi. Nach einigen Versuchen durch die Anpassung einiger Spannungen für VTT, CPU, RAM und Chipsatz konnten wir einen maximalen BLCK von 185MHZ erreichen. Hier hatten aber die Spannungswandler eine Temperatur jenseits der 85 Grad Marke.

 

Wir machen unsere Versuche also bis zum, ohne Spannungsanpassung maximal möglichen Takt von 170MHz BLCK. Bemerkenswert ist das unser OCZ Speicher hier sogar bei 1700MHz mit Standard Spannung von 1,5V lief.

 

Std. 2660MHz

(133x20)

OC 3000MHz

(150x20)

OC 3400MHz

(170x20)

CPU (heißester Kern)

 69 Grad 73 Grad  70 Grad 

Spannungswandler

 63 Grad 67 Grad  69 Grad 
Kühlmittel  43 Grad 45 Grad  43 Grad 
Speicher  69 Grad 73 Grad  81 Grad 
Umgebung 25 Grad 27 Grad 19 Grad

Leider wurde die letzte Messung in den späten Abendstunden gemacht. Die Umgebungstemperatur betrug hier nur 19 Grad. Bei den voran gegangenen Test´s, war diese bei ca. 26 Grad. Hier spielt die Umgebungstemperatur also eine sehr große Rolle und ist nicht zu vernachlässigen. Siehe Dateidownload unten. Hier sind die CPU-Temperaturen bei max. 84 Grad. Ein riesiger Unterschied der zeigt das man in den Sommermonaten auf übermäßiges Übertakten verzichten sollte.

 

Der 3. Test wurde also, Aufgrund der niedrigeren Umgebungs-temperaturen, bereits nach 1 Stunde abgebrochen.

Standard-Takt WK
Standardtakt WK.jpg
JPG-Datei [605.1 KB]
OC auf 3000MHz WK
3000 20x150 WK.jpg
JPG-Datei [614.0 KB]
OC auf 3400MHz WK 19 Grad Umgebung
3400 20x170 WK.jpg
JPG-Datei [607.2 KB]
OC auf 3400MHz WK 27 Grad Umgebung
3400 20x170 WK Hot.jpg
JPG-Datei [588.9 KB]

7: Fazit

Aufgrund der doch recht hohen Kosten für die Flüssigkeitskühlung und der vielen grauen Haare mehr, wird vermutlich nicht jeder einen solchen Umbau wagen. Die Geräuschkulisse und die Möglichkeit zur Übertaktung auf Extreme Edition Niveau, ist dann aber doch Anreiz genug, sodas sich für uns der Umbau in jedem Fall gelohnt hat. Bedenkt man auch das die Lautstärke wirklich deutlich geringer ist, als mit der originalen ICE-Heatpipe von Shuttle.

 

Evtl. lassen sich die Temperaturen noch senken, indem man zusätzliche Radiatoren extern verbaut und mit Schnellkupplungen verbindet. Hier war uns aber wichtig, das eben keine Komponente der Kühlung auf externer Basis ist, sodas hier in Zukunft ein externes optisches Laufwerk verwendet werden muß. Hier muß sich aber jeder selbst fragen, wann er Aufgrund immer größer werdender USB-Sticks und externer HDD´s die letzte CD gebrannt hat.

 

Bei uns ist das schon etwa 2 Monate her. Aus diesem Grund können wir hier getrost auf ein internes Laufwerk verzichten.

 

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Vielen Dank für´s lesen.

Als Abschluss nun noch das fertige Barebone in der Galerie.

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